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Usability Customer Centricity

10 UX-Fails und wie sie sich vermeiden lassen

Die Serviceplan-Tochter Facit Digital präsentiert Website-Designs, die aus der Hölle kommen. Was die Nutzer am meisten nervt.

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Facit Digital, bereits seit zehn Jahren am Markt, hat sich auf Nutzerforschung und User-Experience-Beratung (UX-Beratung) spezialisiert. Genug Zeit, um massenhaft schlecht gemachte Websites zu analysieren. Automatisches Starten von Audio oder Video, versteckte Features, zu viele Videoinhalte auf der Seite oder unübersichtliche Menüs - das sind nur einige der typischen Fallen. 

"In den letzten zehn Jahren haben sich die Anforderungen der Nutzer an Websites stark verändert. Das hängt vor allem mit der stärkeren mobilen Ausrichtung der Websites zusammen. Die Top-10-UX-Fails zeigen, worauf Unternehmen unbedingt achten sollten." Christian Bopp, Geschäftsführer von Facit Digital

Das automatische Starten von Video und Audio

Automatisches Abspielen, insbesondere wenn auch der Ton losgeht, nervt Nutzer, weil sie sich dann nicht dem widmen können, was sie eigentlich auf der Seite suchen. Unterwegs kostet es unnötig Datenvolumen.

Hamburger Menüs: Sinnvoll auf mobilen Devices, schwierig am Desktop

Auf großen Displays konkurrieren alle sichtbaren Inhalte (Texte, Bilder, etc.) um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Ein Hamburger Menü kann in diesem Kontext aufgrund der geringen Größe leicht untergehen, die Auffindbarkeit des Menüs ist unnötig beeinträchtigt. Außerdem dauert es länger, bis der Nutzer auf der von ihm gewünschten Unterseite ankommt. 

Longpager sind nicht für jeden was

Hinter dem Longpager steht die Idee, den Nutzer wie „auf Schienen“ durch die Seite zu leiten, indem er scrollt. Allerdings nimmt man damit dem Nutzer, den Inhalt nach seinen Bedürfnissen zu konsumieren. Er verliert so leicht den Überblick.

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Navigation auf gut Glück

Split Buttons erscheinen als perfekte Lösung, umfangreiche Desktop-Navigationsmenüs auf mobile Devices zu transformieren. Für Nutzer machen sie die Navigation unvorhersehbar und zur reinen Glückssache. Usability-Tests zeigen nämlich, dass diese Navigation viele Nutzer überfordert: Manche Nutzer klicken immer auf die Schrift; manche Nutzer klicken immer auf den Pfeil; manche mal auf die Schrift, mal auf den Pfeil- nicht wissend, dass es unterschiedliche Verlinkungen gibt.

Das Resultat ist, dass einige Inhalte schlichtweg unentdeckt bleiben und/oder die zufällig wirkende Navigation als Bug wahrgenommen wird.

Das Beste ist versteckt

Neuartige Navigationsmöglichkeiten sind nicht jedem Nutzer bekannt.
Wenn sich Features hinter Wischgesten, Longpress oder Tastenkombinationen verstecken, bleiben sie oft unentdeckt.

Mobile first? Ja, aber nicht als Muster für den Desktop.

Für viele Websites wird für die Desktop-Version einfach das vorhandene Design vergrößert. Dadurch kommt es zu sehr großen Bildern und Schriften. Häufiger Nebeneffekt, den wir in Tests beobachten: Nutzer scrollen nicht, weil sie unterhalb des bildschirmfüllenden Bildes keine weiteren Informationen erwarten. Die Übersicht ist dadurch auf dem großen Device kurioserweise häufig schlechter als auf dem kleinen Device. Durch die Skalierung der Schrift ist auch diese nun sehr groß. Die resultierenden Zeilenumbrüche beeinträchtigen die Lesbarkeit unnötig.

Zu viele Icons

Icons können die Auffindbarkeit von Inhalten wesentlich verbessern – allerdings nur, wenn sie eindeutig sind und ohne langes Nachdenken verstanden werden. Im besten Fall sind die eingesetzten Icons von anderen Interfaces einschlägig bekannt (z.B. Lupe = Suchfunktion, Briefumschlag = E-Mail). Dauert das Entschlüsseln der Icons zu lange, sind sie eher hinderlich und beeinträchtigen die User Experience.

Internet ist kein TV

Kurze Videos sind zwar beliebt, aber die Nutzer fühlen sich erschlagen, wenn alle Infos ausschließlich in Video-Form angeboten werden. Außerdem sind Filme nicht in jeder Nutzungssituation adäquat, z.B. im vollen Bus am Morgen.

Flat Design hat auch Nachteile

Durch die Reduktion des Designs heben sich Interaktionselemente nicht mehr vom Hintergrund ab und werden daher von Nutzern nicht als anklickbar wahrgenommen. In der Annahme, dass auf einer Website weitere Inhalte und Details verlinkt sein müssen, klicken Nutzer schlimmstenfalls auf alles: Auf jedes Icon, jedes Foto, jede Schrift, nur um irgendeinen Link zu finden.

Kein Weg nach Hause

Die Navigation zurück auf die Homepage einer Website kann über verschiedene Wege erfolgen, z.B. über die Breadcrumb, über einen „Home“-Link oder ein Haus-Icon. Alle genannten Optionen haben den Vorteil, dass sie von sehr vielen anderen Websites bekannt sind und sich zudem von Nichtkennern durchaus erschließen lassen: die Breadcrumb zeigt die Navigationsstrecke an, Home und Haus werden als Weg nach Hause zur Homepage verstanden.

Bei dem Logo-Klick sieht es anders aus: Erstens weisen nicht alle Websites ein erkennbares Logo auf. Zweitens wird das Logo nicht immer an der gleichen Position auf der Website positioniert, obwohl es zahlreiche Studien gibt, die zeigen, dass Nutzer es in der linken oberen Ecke erwarten. Drittens zeigt ein Logo keinen Hinweis, dass ein Klick zur Homepage führt. Die Nutzer, denen dieser Kniff nicht bekannt ist, finden im besten Fall per Zufall nach Hause, über Umwege (Browser back) – oder eben gar nicht.

Welche Empfehlungen Facit Digital aus der Usability-Forschung gibt, können Sie hier im Blog nachlesen.

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