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Amazon Voice

Alexa Everywhere: Was Amazons Echo-Offensive heißt

Ein halbes Dutzend neuer Alexa-Geräte. Amazon reagiert mit Vielfalt auf Wettbewerber. Und folgt seiner üblichen Strategie.

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Den E-Commerce-Markt hat Amazon fest im Griff, im Streaming-Markt ist Netflix der einzige ernstzunehmende Konkurrent. Und den Brückenkopf Alexa im Voice-Assistant-Segment baut Amazon jetzt mit sechs weiteren Produkten aus, um den Rest auf Abstand zu halten. Warum so viel?

Weil Amazon, ganz Tech-Unternehmen, iteriert. Nach dem erfolgreichen "Test" mit Amazon Echo als Lautsprecher im Wohnzimmer folgt nun ein Setup, das möglichst jedes Bedürfnis und Szenario abdeckt. Das soll als Trägergerät das eigentliche Produkt Alexa in möglichst jedes Zimmer, jeden Haushalt bringen.

Googe Home & Co. sollen so auf Abstand gehalten werden. Und das Kaufverhalten der Nutzer - schon immer Amazons härteste Datenquelle - wird den Weg für die Weiterentwicklung zeigen.

Gleichzeitig wirft Amazon seine Geräte zu enorm günstigen Preisen auf den Markt. Das reduziert für Nutzer die Einstiegshürde und macht sich für Konkurrenz gleichzeitig höher.

Gehen wir die Produkte und die dahinter stehenden Szenarien durch:

Am simpelsten:

Die Weiterentwicklung des Speakers Echo

Echo All Colors
© Echo

Überarbeitetes Design, besserer Speaker, verschiedene Farben und Materialien. Klassische Produktverbesserung plus eine Erweiterung nach Zielgruppengeschmack durch die verschiedenen Optiken. Wem das Originalmodell zu technisch kühl fürs Wohnzimmer daher kam, der wird jetzt mit anderen Versionen bedient.

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Gleichzeitig sinkt der Preispunkt auf knapp 100 Euro. Das freut jeden potenziellen Kunden - ein noch günstigerer Einstiegspreis als die 130, für die das erste Modell gerade noch im Herbst-Sale beworben wurde. (Die Käufer da sind die einzigen, die man damit vergrätzt.)

 

Das neue Flaggschiff Echo Plus

  • Echo Plus Black Nightstand
    © Amazon
  • Echo Plus X Ray
    © Amazon

Das höchstpreisige Produkt im Lineup (150 Euro, damit immer noch günstiger als der offizielle Preis des Vorgängers) ist Echo Plus. Das Plus ist ein Hub für Smart Home, mit dem Echo tatsächlich die Hauszentrale sein soll. Kompatible vernetzte Geräte lassen sich so direkt über Sprachbefehle ansteuern. Vom Rolladen über das Licht bis zur Heizung. Generell verfolgt Amazon den Plan, Alexa auch als Software in möglichst viele Geräte zu bringen, mit dem Smart Home Hub lässt sich dann auch alles zentral kontrollieren. Der verschmerzbare Preis macht es für diejenigen, die mit dem Einstieg ins Smart Home liebäugeln, interessant. Und führt dazu, dass sie Geräte eben nicht über ihr Android oder Apple Smartphone steuern werden.

Dazu passen hervorragend die neuen Routinen, die für Alexa verfügbar sind: Ein Befehl wie "Alexa, gute Nacht" löst dann automatisch das Ausschalten von Lichtern oder das Verriegeln der Tür aus. Genauso kann Alexa automatisch zu bestimmten Uhrzeiten Licht oder Kaffeemaschine einschalten.

Display-Geräte: Echo Show und Echo Spot

  • Echo Spot Image
    © Amazon
  • Echo Show Comms
    © Amazon

Mit dem bereits vorher bekannten Echo Show, eine Art Stand-Tablet, das die Echo-Funktionen um ein Display erweitert, und dem sich als WEcker tarnenden Echo Spot ergänzt Amazon Geräte für Nutzer, die auf den Bildschirm nicht verzichten wollen. Und ergänzt auch die Nutzungsszenarien. Videos ansehen, Wettervorhersage oder andere Informationen betrachten, Videotelefonie. Spot ist zum Start nicht für Deutschland angekündigt.

Das ist ein entscheidender Schritt. Telefonie generell, aber auch die emotionale Aufladung durch Videotelefonie mit der Familie. Und Displays für diejenigen, die mit Audio noch fremdeln oder es nur in Teilen für Interaktion und Mediennutzung bevorzugen. Spot als Display-Device, das klein und unauffällig ist, sich aber simpel mit Speakersystemen verbinden lässt, ist ein Einstiegspunkt für die diejenigen, die der displaylosen Säule Echo schulterzuckend gegenüber stehen.

Telefonie und Echo Connect

Echo Connect Side
© Amazon

Der Einstieg in Telefonie über Alexa Calling und Messaging erweitert das Featureset strategisch. Mit Familie und Freunden via Freisprecheinrichtung reden, vielleicht (siehe Show und Spot) sogar inklusive Bild. Oder ihnen Nachrichten schicken. Mit dem Zusatzprodukt Connect lässt sich das Ganze sogar mit dem Festnetztelefon verbinden.

Damit steigt Amazon in den großen Markt Telefonie und Messaging ein. Und dass US-Kunden kostenfrei nicht nur miteinander, sondern auch mit Menschen in Mexiko und Kanada telefonieren können, lässt erahnen, dass Amazon dieses Feature in der ihm eigenen Logik - schnell Reichweite, egal, ob man damit Geld verdient - ausbauen wird.

Man darf dabei nicht vergessen: Das Produkt ist nur ein beliebiger Träger. Es wäre kein großes Problem, das auch als App-Lösung anzubieten.

Und natürlich landet so ein zusätzlicher Haufen Daten über Kontakte und Gesprächsgruppen bei Amazon.

Echo Buttons - der Einstieg in Alexa Gadgets

  • Echo Buttons Hero Image
    © Amazon
  • Echo Buttons Off
    © Amazon
  • Echo Buttons Living Room
    © Amazon

Die Echo Buttons (Doppelpack für rund 20 Euro) wirken erst mal spielerisch. Ein Buzzer für Quiz- und Spieleabende. Per Knopfdruck können Nutzer mit ihnen an Spielen teilnehmen und Multiplayer-Games spielen. Möglich wird das über eine Reihe von neuen Alexa Skills.

Die Buttons wirken erstmal wie ein nettes Gimmick. Aber sie stellen den Einstieg in eine ganze Reihe von Gadgets dar. Über sie stößt Amazon hier auch in Games generell und ein positiv besetztes Szenario vor - beides relevante Erweiterungen auf dem Weg dahin, Alexa zum zentralen Knotenpunkt und gleichzeitig Ökosystem im Zuhause der Menschen zu machen.

Alexa Everywhere

Echo Plus Black Living Room 2

Mit Alexa als dem Heimsystem und Ökosystem verlängert Amazon seinen Arm in weitere Felder hinein. Die Gerätevielfalt und die niedrigen Preise werden weitere Zielgruppen erschließen. Und sollen Amazons System ubiquitär machen.

Den Kampf um den Smartphone-Markt hat Amazon mit dem verpatzten Fire verloren. Mit Alexa will es nun das Feld nach Smartphones fest für sich erobern. Und der Startvorteil gegenüber Google, Apple (oder auch Unternehmen wie Facebook) ist enorm.

Themen
Echo Echo Plus Echo Show und Spot Echo Connect Echo Buttons
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