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Mobile App

App Annie: Das sind die Mobile-Trends 2018

Von Augmented Reality bis zum Schulden begleichen unter Freunden - Apps werden unseren Alltag in Zukunft weiter prägen. Vor allem die Gen Y hat daran ihren Anteil.

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In der Finanzbranche wird sich 2018 das meiste tun. Davon ist das Analyse-Unternehmen App Annie überzeugt. Dafür verantwortlich ist die europäische Gesetzgebung - und das Kürzel PSD2, das ist die zweite, erweiterte Zahlungsdienste-Richtlinie der Europäischen Union, deren Neuregelungen ab dem 13. Januar 2018 greifen. App Annie sieht sie als Trigger für die Entwicklung der Finanzbranche und von Fin-Tech-Unternehmen. Danielle Levitas, SVP Research von App Annie, erklärt dazu: "Aggregierte Apps werden zunehmend zum primären Kanal für private Finanzaktivitäten."

Auch in punkto Peer-to-Peer Zahlung wird sich einiges bewegen. Bei den Verbrauchern wandelt sich die Art und Weise, wie sie Geld austauschen, und zwar besonders bei der Generation Y. Sie tragen kaum mehr Bargeld in ihren Geldbeuteln. Bezahlt wird über Peer-to-Peer (P2P)-Verbindungen, also von Person zu Person, mit Hilfe des Smartphones. Fintech-Firmen wie Venmo, die App Annie als "hellsten Stern am Firmament" bezeichnen, bieten z.B. P2P-Überweisungen. App Annie schreibt in ihren Prognosen: "Wir erwarten insbesondere einen Anstieg des Transaktionsvolumens bei P2P-Zahlungs-Apps." Die Vorhersage stützt sich auf die gestiegene Zahl an Sofortüberweisungen sowie auf Anbieter von Zahlungsservices. Das liegt laut App Annie auch daran, dass Einzelhändler und Verkäufer diese Dienste zunehmend als Zahlungsoption anbieten.

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Ein dritter Trend: Das Bezahlen über soziale Netzwerke – WeChat aus China macht es vor. Neben Banken und Zahlungsdiensten wird das Thema von weiteren Akteuren beeinflusst, etwa von Messaging-Diensten und sozialen Netzwerken. "Unter diesen Unternehmen ragt WeChat heraus", sagt App Annie. "WeChat ist in China für viele Nutzer der Haupt-Vertriebskanal für Dienstleistungen und der zentrale Knotenpunkt für zahlreiche Geschäftsaktivitäten." 

Das sind die weiteren Prognosen für 2018:

1. Die Zukunft der App-Ökonomie

Sowohl der Apple App Store als auch der Android-Markt feiern 2018 ihr 10-jähriges Bestehen. Dabei können sie auf ein stetiges Wachstum an Apps zurückblicken: Ende Oktober 2017 waren im iOS App Store mehr als 2 Millionen und bei Google Play mehr als 3,5 Millionen Apps verfügbar. Dieser Trend wird auch im neuen Jahr anhalten. App Annie rechnet mit einem Anstieg der weltweiten Verbraucherausgaben in allen mobilen App Stores um etwa 30 Prozent auf mehr als 110 Milliarden Dollar im Jahr 2018. Wie in den vergangenen Jahren sind die chinesischen App Stores auch 2018 ein wichtiger Absatzmarkt - besonders der iOS App Store. App Annie schreibt: "Tatsächlich rechnen wir damit, dass die chinesische Wachstumsrate die restliche Welt hinter sich lassen wird."

2. Die Zukunft der App Stores

Weil die Zahl der Apps unermüdlich steigt, sind einzelne Apps immer schwerer zu finden. Um hier Abhilfe zu schaffen, sind App-Kuration (Pflege) – etwa durch Kategorisierung und redaktionelle Begleitung – unbedingt notwendig. Im Juni 2017 verkündeten sowohl Apple als auch Google die Einführung von Updates für den iOS App Store und Google Play, die das Problem mangelnder Aufmerksamkeit "mit Hilfe von App-Kuration und redaktionellen Inhalten" angehen wollen. Davon werden laut App Annie Apps im Unterhaltungs- und Freizeitbereich am meisten profitieren.

3. Facebook, Google, Apple, Alibaba sind die Treiber für AR in Apps

"Dank Pokémon Go und Snapchat erhielt Augmented Reality (AR) große Aufmerksamkeit", schreibt App Annie und schätzt zugleich ein, dass die Anwendungsmöglichkeiten bisher nur an der Oberfläche der zahlreichen Möglichkeiten kratzen. Dass es weiter vorangehen wird, erwartet App Annie auch aufgrund der großen AR-bezogenen Initiativen, die z.B. Facebook, Google und Apple während ihrer Developer Konferenzen im Jahr 2017 vorgestellt haben; ebenso die chinesischen Schwergewichte Alibaba, Baidu oder Tencent. Insbesondere im Bereich Spiele rechnet App Annie damit, dass die bevorstehende Veröffentlichung von Harry Potter: Wizards Unite aus dem Hause Niantic auf dem Erfolg von Pokémon GO aufbauen wird.

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© App Annie

4. Video Streaming – Rekordwerte für iOS und Google Play

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© App Annie

"Für Video Streamingdienste war auch 2017 wieder ein herausragendes Jahr mit neuen Zuschauergruppen und Kritikerlob für Eigenproduktionen", schreibt App Annie. Von Januar bis 31. Oktober 2017 haben sich Video-Streamin-Apps signifikant gesteigert. Der Anstieg in der Unterhaltungskategorie betrug über 85 Prozent bei iOS und über 70 Prozent bei Google Play im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2016. Das ist eine Rekordsteigerung.

5. Wandel im Einzelhandel

"In der Vergangenheit war es einfach, Einzelhändler aufzuteilen in Bricks-and-Clicks und Digital-First. Mittlerweile verschwimmen die Grenzen jedoch zunehmend durch Übernahme, Partnerschaften und Innovationen", stellt App Annie fest. Deshalb rechnet das Analyseunternehmen damit, dass Verbraucher ihre Einkaufsgewohnheiten auch im Jahr 2018 verändern werden. Dies verändert, so App Annie, den gesamten Charakter bestehender Einzelhandelskanäle (z.B. mobile App, Web, physisches Ladengeschäft). Wie man beispielsweise bereits in China sehen könne, so App Annie, werden sich auch die Privatkunden in den westlichen Märkten zunehmend an physische Ladengeschäfte wenden, um ihre mobil gekauften Waren abzuholen. Zugleich werden die Kassen in den Ladengeschäften ihre etablierte Rolle verlieren oder sogar ganz verschwinden, weil per Smartphone oder iPhone bezahlt wird. Dadurch entsteht ein neues Einzelhandelsparadigma, betont App Annie.

6. Delivery as a service: Unser Essen wird mobile

Essen über Plattformen zu bestellen ist bereits so beliebt, dass im nächsten Jahr laut App Annie mit Konsolidierungen zu rechnen ist. Anbieter von Essenslieferung als Dienstleistung (Delivery as a service - DaaS) wie es z.B. UberEATS oder Deliveroo sind, versuchen derzeit Marktanteile in Premiummärkten zu gewinnen, wo Kunden eher bereit sind, für gutes Essen mehr zu bezahlen.  

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