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Mensch-Maschine KI

Bob Lord: Der Daten-Schwärmer

Watson, übernehmen Sie ̶ das könnte das Motto von Bob Lord sein. Der IBM-Mann glaubt, dass künstliche Intelligenz dem Marketing helfen kann.

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Der Mensch: Bob Lord, 54 Jahre, erster Chief Digital Officer bei IBM, Ehemann und Vater dreier Kinder 
Die Maschine: Watson, der Prototyp für Cognitive Computing

Vor zehn Jahren war Watson, die Künstliche-Intelligenz-Bestie von IBM, nur eine Spielerei. Darauf programmiert, menschliche Sprache zu verstehen und bei der TV-Sendung "Jeopardy" die Konkurrenz auf zwei Beinen zu schlagen. Das gelang. Heute will IBM Watson als Tausendsassa in allen möglichen Bereichen einsetzen  ̶   von medizinischer Forschung bis zum smarten Hotel-Concierge. Analysten sind skeptisch, ob es IBM gelingt, aus Watson Kapital zu schlagen. Es sei alles bloß "overhyped marketing".

Bob Lord kratzt das wenig. Er vertraut in die Fähigkeiten seines Freundes Watson und legt ihn der Industrie wärmstens ans Herz. Das tut er vor allem bei Marketing-Leuten, wie etwa auch in diesem Jahr in Cannes und aktuell bei der Dmexco. "In der Welt der automatisierten Werbung kann Watson eine Riesen-Rolle spielen und bei der Entscheidungsfindung helfen", sagte er im August gegenüber Beet TV. KI könne etwa die Antwort auf die Frage liefern, welche Kreation gerade jetzt eine Person animiert, sich für eine Marke zu interessieren. "Wir haben bislang nur zu 20 Prozent aller Daten auf der Welt Zugang. Ein Tool wie Watson erlaubt es Mediaplanern, in diesen unstrukturierten Datenbereich einzudringen, die Videos, Bilder und Unterhaltungen, so dass sich ein deutlicheres Profil des Einzelnen ergibt", ist Lord überzeugt.

Klassische Markenwerbung findet er nicht überholt, aber damit es nicht beim Marken-Strohfeuer bleibt, brauche es eine datenbasierte Strategie.

So sollte sie aussehen:

Drei Bausteine hebt Lord besonders hervor:

  • Cloud-Strategie
  • Data-Strategie
  • Artificial-Intelligence-Strategie

Dafür brauchen Firmen die richtigen Leute: "Es dreht sich alles um Geschwindigkeit - und um Mitarbeiter." Bis zum Jahr 2020 werden rund drei Millionen Jobs für Data Scientists und Analytics geschaffen. Die Veränderungen machen auch vor den Personalabteilungen nicht halt. "Entwickler, die sich mit KI auskennen, und Data-Scientists, das sind die Leute, die wir jetzt brauchen."  

In seiner eigenen Ausbildung ist Lord zweigleisig gefahren: Er hat Maschinenbau studiert und dann einen MBA an der Harvard Business School nachgeschoben.

Sein Rat für zukünftige Marketing-Leute: "Eine Mischung aus dem Verständnis für Data Science und dem für Geschäftsentwicklung ist der Schlüssel, um ein sehr, sehr starker Marketing-Manager zu werden und ein unglaublicher Schatz für Ihre Marke oder Agentur."

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