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Trends

Gartner: Die Top 10 Technologie Trends 2018

Der Marktforscher Gartner hat die Top Ten der strategisch bedeutsamen Tech-Trends vorgestellt. KI und das Zusammenwachsen von On- und Offline dominieren.

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Gartners Trendanalysen sind immer interessante Fingerzeige. Auch diesmal ist die Liste der zehn strategisch bedeutsamsten Technologie-Trends mehr als einen Blick wert. Die Analysten des Marktforschers brechen in der Top Ten vor allem Anwendungsfelder für den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Szenarien der Vernetzung zwischen On- und Offline weiter herunter.

KI Grundlagen

Bis 2020 sieht Gartner einen starken Wettbewerb zwischen den Tech-Anbietern darum, wer die besten selbstlernenden Systeme auf den Markt bringt. Bis 2025 werde dann der Einsatz von KI-Systemen, um bessere Entscheidungen zu treffen, Geschäftsmodelle und digitale Ökosysteme zu transformieren sowie das Kundenerlebnis zu verändern ein entscheidender Treiber der digitalen Innovation sein. Daraus folgt für die Analysten auch: Unternehmen müssen spürbar darin investieren, sich entsprechendes Knowhow und entsprechende Tools zuzulegen, damit sie mit KI-Systemen erfolgreich arbeiten können.

Intelligente Apps und Analytics

Aus dem Bereich KI leiten die Analysten zwei weitere Trends ab: Der erste ist die Einbettung von KI in Apps und Analytics. "Innerhalb der nächsten paar Jahre wird praktisch jede App, Applikation und Dienstleistung KI beinhalten", schreibt Gartner. Manches davon werden Anwendungen sein, bei denen es offensichtlich ist. Bei anderen wird maschinelles Lernen im Hintergrund wirken. Ein gutes Beispiel stellen schon jetzt Marketing-Lösungen wie Adobes Sensei dar, das etwa bei der Erstellung von Creatives mitwirken kann. Auch Google Blitzübersetzung bei den neuen Ohrstöpseln wäre ohne maschinelles Lernen so nicht umsetzbar.

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Die intelligenten Apps werden Gartner zufolge eine vermittelnde Schicht zwischen Menschen und Maschinen herstellen und so besonders den Arbeitsalltag verändern.

"Augmented Analytics ist ein besonders strategeisch relevantes Wachstumsfeld, das maschinelles Lernen nutzt, um die Datenaufbereitung, das Erschließen von Erkenntnissen und das Teilen von Insights zu automatisieren", sagt David Cearley, Research Vice President bei Gartner.

Kuenstliche Intelligenz Brainstorming I Stock 644338380 Web
© iStock

Intelligente Dinge

Nach dem Internet der Dinge folgen intelligente Dinge. Was Gartner damit meint: Physische Objekte, die dank KI mit Nutzern und ihrer Umwelt besser agieren können. Hierunter fallen autonom fahrende Autos oder autonome Drohnen. Mindestens für die nächsten fünf Jahre gehen die Analysten aber davon aus, dass abseits von genau definierten, kontrollierten Bereichen immer noch ein Mensch in der Lage sein können muss, die Kontrolle zu übernehmen. Gleichzeitig wird es neben der Perfektionierung der Technik darum gehen, auch Vorschriften, Gesetze und kulturelle Hemmnisse zu adressieren, damit sich autonome Fahrzeuge verbreiten können.

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© iStock

Digitaler Zwilling

Ein Digitaler Zwilling ist das virtuelle Abbild eines physischen Objekts oder Systems. In den nächsten drei bis fünf Jahre sieht das Marktforschungsunternehmen hier viel Potenzial, wenn es um Projekte zu vernetzten Geräten geht. Im Bestfall lassen sich an den virtuellen Abbildern nicht nur reale Informationen ablesen, sondern auch Erkenntnisse gewinnen und Veränderungen simulieren, bevor sie in der Realität getestet werden. "Stadtplaner, Digitalmarketer, Healthcare-Profis und Industrie-Planer werden alle von dieser Langzeitverschiebung zu einer integrierten Zwillingswelt profitieren", sagt Cearley.

Aus der Cloud an die Edge

Cloud Computing hat sich etabliert, beinhaltet aber auch so seine Probleme, gerade, wenn es um Latenzzeiten und ähnliches geht. Edge Computing beschreibt ein Topologie-Design, bei dem die Informationsverarbeitung räumlich näher an der Quelle geschieht. Begrifflich gesehen nicht im Zentrum des Datennetzwerks, sondern am Rand. Also etwa an IoT-Geräten, die nicht ständig verbunden sind, auf Smartphones, Tablets usw. Das stellt nicht die Abkehr von der Cloud dar: Gartner erwartet stattdessen Konzepte, in denen sich skalierbare Cloud und Edge Computing smart ergänzen.

Konversationale Plattformen

Konversationale Interfaces stellen den nächsten großen Wandel in der Interaktionslogik dar. Ob das nun auditive Systeme oder textverarbeitende Systeme sind. Der Vormarsch von Amazons Alexa zeigt, was Audio-Interaktion an Potenzial bietet. Es wird aber auch klar, welche Probleme hier noch liegen. Noch müssen Nutzer auf eine bestimmte Weise kommunizieren, damit die Fehlerquote gering bleibt. Der Wettbewerb hier wird sich daran entscheiden, wer es am besten in den Griff bekommt, dem Nutzer ein möglichst reibungsloses Erlebnis zu bieten und Dritte so anzubinden, dass möglichst viel über das Interface gesteuert und ausgelöst werden kann.

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Immersives Erlebnis

Der Markt für Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality findet viel Beachtung. Noch fehlt ihm aber sowohl die Traktion als auch die klaren Plattformen, er ist fragmentiert. Gartner empfiehlt Marken, gezielt echte Szenarien zu identifizieren, in denen AR und VR etwa Mitarbeiter produktiver machen oder Design- und Trainingsproezsse verbessern können.

Blockchain

Blockchain, die grundlegende Technologie hinter Kryptowährungen, wird zunehmend auch für andere Anwendungen eingesetzt. Logistik, Gesundheit, Identitätsverifikation, Herstellung oder Dokumentation der Lieferkette sind nur ein paar Einsatzfelder. Dennoch schätzt Gartner, dass es noch zwei, drei Jahre dauern wird, bis die Technik gereift ist. Mehr zu Blockchain finden Sie hier.

Event-Fokus

Mit Event-Fokus meint der Marktforscher nicht mehr Veranstaltungen. "Event Driven" soll heißen, dass Events im Sinne von digital erfassten Ereignissen genauer erfasst werden und auf sie direkt reagiert werden muss. Events in diesem Sinne ist alles von einem Klick, dem Abschluss eines Kaufs bis zum Landen eines Flugzeugs. Technische Weiterentwicklungen (wie eben KI, vernetzte Geräte, Blockchain) erleichtern das Tracken und Analysieren von Events. Dazu müssen aber Mitarbeiter kommen, die auch entsprechende Logiken in ihre Konzepte und Prozesse integrieren und mit dem Input vernünftig arbeiten können.

Kontinuierliche Risikobewertung

Der letzte Trend dient dazu, die neben den ganzen Chancen vorhanden Risiken in der Tech-Welt einzudämmen. Kontinuierliche Risiko- und Vertrauensbewertungen (Continuous adaptive risk and trust assesment, kurz Carta) muss in Echtzeit flexible Einschätzungen und Reaktionen ermöglichen. Das heißt, dass etwa die IT-Sicherheit nicht getrennt von der Entwicklung existieren sollte. "IT sagt nein" ist ein tendenziell wettbewerbsschädlicher Bremsklotz. Gleichzeitig müssen die Risiken, etwa Cyberangriffen neue Türen zu schaffen, aber klar gemanagt werden. Hacks wie der einer großen Zahl vernetzter Geräte für eine der massivsten Ddos-Attacken überhaupt machen die Risiken plastisch. Und auch die Sicherheitsmaßnahmen sollten adaptiv sein.

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