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E-Commerce Google

Google entlarvt lahme Seiten

Sie sind ein Stolperstein fürs Geschäft: Webseiten mit langen Ladezeiten, insbesondere Mobile. Dagegen will Google etwas unternehmen.

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Wer jetzt immer noch nicht begriffen hat, dass es auf die mobile Performance seiner Website ankommt, den konfrontiert Google mit den nackten Zahlen. Die sogenannten Mobile Speed Leaderboards kommen ab sofort jedes Quartal. Sie vergleichen die Geschwindigkeit mobiler Webseiten bekannter Anbieter. Dafür hat sich der Internetkonzern mit der Mobile Marketing Association (MMA) Germany zusammengetan. Das Ziel der Kooperation ist es, Unternehmen eine Benchmark für schnelle mobile Ladezeiten bereitzustellen.

In der ersten Auswertung dabei: Daten für Einzelhandel und Reisebranche, bzw. Unterkategorien wie Bekleidung, Haus & Garten, Unterkünfte und Online-Reisebüros.

Die Website-Geschwindigkeit (Mobile und Desktop) ist mehr als Nice-to-have. Sie beeinflusst nicht nur den Pagerank bei Google, sondern hat auch direkte Auswirkungen aufs Geschäft: „Pagespeed wirkt sich auf den Umsatz aus, das ist längst kein Geheimnis mehr. Im schlimmsten Fall erfolgt die Interaktion oder Kauf bei den Wettbewerbern, die schneller sind", sagt Felix Gessert, CEO und Gründer von Baqend. Dahinter verbirgt sich ein Cloud-Service, der die Ladezeiten von Webseiten minimiert. Anlässlich des Black Friday hat auch Baqend diverse Shopping-Sites unter die Lupe genommen.

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"Die mobile Ladezeit ist einer der wesentlichen Aspekte, um auf Mobile erfolgreich zu sein. Studien zeigen, dass durch eine Verbesserung von einer Sekunde Ladezeit der Umsatz bis zu 20 Prozent gesteigert werden kann." Mark Wächter, Vorsitzender der Mobile Marketing Association, Germany:

Die MMA ist eine Non-­Profit-Organisation und mit über 800 Mitgliedsunternehmen aus 50 Ländern. Ansprechpartner in Deutschland sind der Vorsitzende Mark Wächter, Strategieberater bei MWC.mobi, und sein Stellvertreter Daniel Rieber, VP Marketing bei Adsquare.

Mit Hilfe von Daten der Gesellschaft für Konsumgüter (GfK) wurden die meistgenutzten Webseiten des Einzelhandels und der Reisebranche in Deutschland identifiziert und in Subverticals kategorisiert. Für die Analyse der mobilen Geschwindigkeit wurden die URLs der 20 bis 30 trafficstärksten Homepages via webpagetest.org auf Basis einer schnellen 3-G-Internetverbindung getestet. Die Leaderboards bilden die nutzerzentrierten Metriken „Speed Index“ und „First Interactive“ ab, wobei „Speed Index“ ausschlaggebend für die Platzierung im Ranking der Seiten ist. Während „Speed Index“ die Zeit bis zur vollständigen Darstellung des visuell sichtbaren Teils einer Seite misst, betrachtet „First Interactive“ die Dauer bis der Nutzer mit einer Webseite interagieren kann. Die beiden Metriken sind wesentlich für eine gute Nutzererfahrung und stellen daher wichtige Anhaltspunkte zur Einschätzung der Performance einer mobilen Webseite dar.

"53 Prozent der Nutzer brechen den Ladevorgang einer Webseite ab, wenn dieser länger als drei Sekunden dauert. Der Großteil der deutschen Unternehmen hinkt mit sieben bis elf Sekunden Ladezeit deutlich hinterher." Dominik Wöber, Head of Performance Sales Central Europe bei Google

Die schnellsten mobilen Onlineshops in Deutschland, Kategorie „Online-Versandhändler“:

1. buecher.de ‒ 2,8 Sekunden 2. amazon.de ‒ 3,2 Sekunden 3. medpex.de ‒ 3,3 Sekunden 4. apotal.de ‒ 3,5 Sekunden 5. booklooker.de ‒ 4,0 Sekunden

Die schnellsten mobilen Onlineshops in Deutschland, Kategorie „Bekleidung“:

1. bonprix.de ‒ 2,7 Sekunden 2. kleiderkreisel.de ‒ 4,5 Sekunden 3. kik.de ‒ 4,6 Sekunden 4. nkd.com ‒ 4,6 Sekunden 5. peek-cloppenburg.de ‒ 4,8 Sekunden

Die Auswertungen der übrigen Kategorien sind auf dem Blog der MMA Germany (medium.com/mmagermany) und auf Think with Google (thinkwithgoogle.com) zu sehen. 

Wer am Black Friday vom Kundenansturm profitieren will, braucht nicht nur kreative Ideen, sondern auch eine schnelle Website. Denn zu lange Ladezeiten lassen viele User abspringen. Baqend hat die Ladezeiten der umsatzstärksten Onlineshops im Geschäftsjahr 2016 gemessen und verglichen. 

Die drei umsatzstärksten Anbieter Otto, Zalando und Amazon weichen im Speedtest stark voneinander ab. Zu den Gewinnern zählt Otto: Die Seite des Online-Händlers lädt mit 0,5 Sekunden unter den getesteten Seiten am schnellsten. Zalando hingegen landet auf Platz 23 (3,3 Sekunden) und ist damit der etwas überraschende Verlierer. Das von Baqend erstellte Ranking ergibt sich aus der völlig unabhängig gemessenen Ladezeit über den sogenannten Speed Index, der angibt, wie schnell der sichtbare Content der Seite vollständig angezeigt wird. Als zweite Messkategorie wird die Zeit bis zum First Meaningful Paint ausgewiesen, der quantifiziert, wie schnell erste Inhalte für den User sichtbar werden.

Otto, Bonprix und Apple lassen keinen lange warten:

21112017 Infographic Baqend New

Die Baqend-Methodik

Die Messungen wurden am 17. November 2017 von Frankfurt aus mit dem Baqend Speed Test durchgeführt, sodass für alle Onlineangebote gleiche Bedingungen herrschten. Die Ladezeiten in Sekunden wurden in zwei Kategorien analysiert Speed Index und Time to Meaningful First Paint. Die angegebenen Zahlen basieren auf einer Testreihe von fünf Messvorgängen.
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