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Mobile Adblocker

Warum mobiles Adblocking gerade jetzt so wächst

Bislang war die Zahl derjenigen, die Werbung auf dem Handy unterdrücken, nahezu unter der Nachweisgrenze, zumindest in Deutschland. Ein neuer Samsung-Browser könnte das nun ändern.

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Auf dem Desktop sind Adblocker recht verbreitet. Bis zu 20 Prozent haben sich entsprechende Tools wie Adblock Plus heruntergeladen. Werbung auf dem Handy zu unterdrücken, ist weit weniger verbreitet, obwohl es inzwischen zahlreiche Browser gibt, die explizit auf ihre Privacy-Einstellungen hinweisen. Firefox, Opera, Dolphine, Cliqz und Ghostery (beide zu Hubert Burda gehörig) und sogar der russische Browser Yandex - sie alle lassen sich im Google Play Store finden. 

Die Smartphone-Nutzer im asiatisch-pazifischen Raum sind die Vorreiter dieser Entwicklung. Knapp die Hälfte aller mobilen Endgeräte mit Adblockern stammt von hier. In Deutschland lag die Verbreitung des mobilen Adblockings bei rund 1 Prozent.

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© Pagefair

Das könnte sich jedoch rasch ändern, zeigen jüngste Zahlen: "Hatten wir im Oktober noch durchschnittlich 1,8 Prozent Adblocking auf Android Geräten, sehen wir Ende November bereits 6,3 Prozent," sagt Gründer Dirk Freytag vom Berliner Startup Contentpass. Innerhalb nur eines Monats hat sich die Adblocking-Rate auf mobilen Geräten mit Android-Betriebssystem mehr als verdreifacht.  

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Bereits kurz nach der Veröffentlichung des Android-Browsers Samsung Internet v6.2 am 30. Oktober stieg die Adblocking-Rate sprunghaft an und wuchs über den Monat hinweg kontinuierlich an. Der neue Browser hat einen "Tracking Blocker", der nebenbei auch sehr viele Adserver blockiert. "Samsung setzt hier um, was viele Nutzer augenscheinlich wollen und schiebt der komplett unregulierten Datensammlung durch Online-Angebote einen Riegel vor," erläutert Freytag.

 

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© Contentpass

Hier lässt sich der Samsung-Browser werbefrei machen

Auch wenn der Browser in der Standardeinstellung Werbung und Tracking weiterhin zulässt, gibt Samsung dem Nutzer die Möglichkeit sich aktiv gegen Werbung und Tracking zu entscheiden.

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Was jetzt noch als Hobby einiger besonders technikaffiner User gilt, könnte schon bald zum Standard werden - nach dem 25. Mai 2018, wenn die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft tritt. "Da sich die Zukunft vieler Angebote auf mobilen Geräten abspielen wird, kann das nur bedeuten, dass nachhaltige Lösungen entwickelt werden müssen, die den Willen der Konsumenten berücksichtigen," meint Freytag.   Sein Vorschlag: Ein "Privacy Pass", der es Betreibern von Online-Angeboten erlaubt, ihren Nutzern den Zugang unter Wahrung ihrer Privatsphäre - also ohne Werbebanner und das damit verbundene Tracking - zu ermöglichen.

Ähnlich wie Samsung hat Google für das erste Quartal 2018 angekündigt, vergleichbare Mechanismen in seinen Chrome-Browser zu integrieren.

So verbreitet ist Adblocking weltweit:

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